Depression Definition, Symptome, Gründe und Hilfe (2023)

Was ist eine Depression?

Die Zeichen einer Depression machensich oft schleichend, zuerst unbemerkt bemerkbar. Der Alltag wird stimmungslos,antriebslos und auch freudlos. Ängste und Schuldgefühle machen sich breit undbeeinträchtigen die Lebensqualität. Verglichen wie ein herbstliches Eindunkeln,schwindet jede Freude am Leben.

Es ist wichtig, die Zeichen einer Depression rechtzeitig zu erkennen und sie exakt zu deuten. Dieser Beitrag soll ein Beitrag dazu leisten.

Was sind die Gründe für eineDepression?

Ärzte gehen davon aus, dass esmehrere Gründe gibt, die zu einer Depression führen. Diese liegen im geistigen,körperlichen als auch im sozialen Bereich.

Bei manchen Menschen besteht eineangeborene oder persönliche Verletzlichkeit. Diese kann die Entstehung einerDepression begünstigen. Man geht davon aus, dass diese persönliche Veranlagungvererbt ist. Oder auf einer lang andauernden ungünstigen Beeinflussung durchFamilie und Erziehung beruht.

Daneben gibt es bestimmte Auslöser,welche eine Depression auslösen können. Es sind Lebensereignisse oderLebensumstände, welche uns überfordern. Dazu zählen z.B.:

  • Verlusterlebnisse wie Tod einer nahestehenden Person, Trennung oder Scheidung
  • Misserfolge wie in der beruflichen Karriere oder einer Prüfung
  • Schicksalsschläge
  • Andauernde Überforderung wie tiefgreifende Probleme in der Beziehung oder Schwierigkeiten an Arbeitsplatz
  • Sinnkrisen
  • Körperliche Erkrankungen wie Hirnschlag oder Herzinfarkt
  • Veränderungen im Hormonhaushalt bei Schilddrüsenfunktionsstörung, Wochenbett, Alter usw.
  • Medikamente und Suchterkrankungen

Allgemeine gesellschaftliche Veränderungen

Die Weltgesundheitsorganisation WHOmacht folgende Punkte für die Häufung von Depressionen verantwortlich:

  • Zerfall von Familienstrukturen
  • Vereinsamung in der Masse
  • Erreichen eines höheren Lebensalters
  • Die genaue Diagnostik
  • Medikamentenmissbrauch
  • Suchtverhalten
  • Verlust weltanschaulicher und religiöser Normen

Anzahl an psychischen Erkrankungen nimmt stetig zu

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt, was viele von uns tagtäglich spüren: Die Zahl der Menschen mit Depression steigt weltweit rasant. 322 Millionen Menschen waren gemäss WHO 2015 betroffen. Das sind rund 18 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor!

In der Schweiz zählt die Depression zu einer der häufigsten chronischen Krankheiten!

Depression Definition, Symptome, Gründe und Hilfe (1)

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt zwischen 20 und 30% (Quelle: mepha, „Besser informiert über Depression, manisch-depressives Kranksein“)

Depression wird die grösste Krankheit

Die WHO geht davon aus, dass Depressionen bis 2030 die grösste Krankheitslast in den Industrienationen verursacht. Noch vor Herz-Kreislauferkrankungen. Die Zahlen erstaunen nicht. Kennt nicht jeder mehrere Personen, die einmal an Depression erkrankt sind? Und sind wir nicht alle manchmal niedergeschlagen, lustlos, müde? Der Gedanke, es sei vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis einen die Zivilisationskrankheit niederstreckt, liegt da nicht fern.

Definition einer Depression

Die Weltgesundheitsorganisation definiert eine Depression wie folgt (Quelle: WHO/Depression): „Eine Depression ist eine weit verbreitete psychische Störung, die durch Traurigkeit, Interesselosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen gekennzeichnet sein kann. Sie kann über längere Zeit oder wiederkehrend auftreten und die Fähigkeit einer Person zu arbeiten, zu lernen oder einfach zu leben beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann eine Depression zum Suizid führen.“

Depression ist eine Krankheit

Ein Punkt, den es sich hervorzuheben lohnt ist, dass Depression kein Ausdruck persönlicher Schwäche oder eigener Fehler ist. Die Symptome, die der depressive Betroffene spürt, sind Ausdruck einer Krankheit. Sie sagen nichts über seine Grundpersönlichkeit aus.

Depressionen beeinträchtigen das Denken, Fühlen und Verhalten. Ebenso schlägt sie sich auf den inneren Antrieb, sowohl auf das körperliche Wohlbefinden nieder. Biologisch betrachtet besteht ein Mangel an Nervenüberträgerstoffen im Gehirn.

Unterschiedliche Krankheitsverläufe

Die Entwicklung einer Depression kann langsam und unmerklich geschehen. Oder aber ganz plötzlich eintreten. Manchmal geht ihr eine schwere persönliche Belastung voraus. In anderen Fällen ist kein ersichtlicher Grund dafür auszumachen. Es gibt eichte bis schwere Depressionen. Die Dauer einer depressiven Phase kann wenige Wochen dauern bis sich zu mehreren Monaten hinziehen.

Keine Depression gleicht der anderen. Bei manchen betroffenen lässt sich eine allmähliche, schleichende Entwicklung beobachten. Bei manchen bricht die Krankheit akut aus. Manche depressive Störung tritt nur einmal im Leben auf. Andere leiden unter einer chronischen Depression, bei denen langfristig keine Besserung eintritt.

Häufig sind es jedoch mehrmalige depressive Phasen, welche nach kürzeren oder längeren depressionsfreien Zeiträumen auftreten.

Leichte Depression nimmt rasant zu

Auch wenn eine Diagnose durch einen Arzt nicht immer einfach ist, sind leichtere Symptome von Depressivität (die sogenannte gefühlte Depression) deutlich häufiger zu erkennen. In Befragungen des Schweizer Haushaltspanels haben 2009 deutlich weniger Menschen als 1999 angegeben, „nie“ Gefühle von Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angst und Depression zu haben.

(Video) Depressionen: Symptome, Behandlung und Anlaufstellen

Gleichzeitig stieg der Anteil der Personen, die „manchmal“ solche Gefühle haben – von 12,2 auf 18,1 Prozent. Die Anzahl Menschen, die „häufig“ depressive Symptome haben, ist dahingehend konstant geblieben.

Mehr depressive Verstimmungen: Im Vergleich zum Jahr 1999 gaben 2009 deutlich mehr Menschen an. manchmal negative Gefühle wie Biedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angst oder Depressionen zu haben; klinisch relevante Depressionen bleiben stabil. Frauen erleben häufiger Tiefs: Mehr Frauen als Männer gaben 2009 an, manchmal oder häufig niedergeschlagen. hoffnungslos, änglstlich, depressiv zu sein.

Bin ich nur traurig oder schondepressiv?

Von der Depression kann man die Traurigkeit abzugrenzen. Traurigkeit entsteht, wenn wir Enttäuschungen erfahren, Misserfolge erleben oder Verluste verkraften müssen. Traurigkeit ist ein ganz normales Gefühl. Sie ist zeitlich begrenzt und wir können Trauer verarbeiten. Dabei wird die Bewältigung unserer Alltagsaufgaben nur in kleinem Aussmass – wenn überhaupt! – beeinträchtigt.

Jemand der unter Depression leitetkann im Gegensatz dazu seinen Alltag kaum oder gar nicht mehr bewältigen. Erist unfähig Freude zu empfinden. Und kann sich nicht mehr entscheiden. Leitetjemand unter Depressionen, ist er oder sie von Gedanken und Stimmung nichtablenkbar.

Dabei ist wichtig zu betonen, dassDepression kein persönliches Versagen oder eine persönliche Schwäche ist.Sondern eine Krankheit, die den ganzen Menschen betrifft.

Symptome

Die Hauptsymptome einer Depression sind

  • gedrückte, depressive Stimmung
  • Interessensverlust und Freudlosigkeit
  • Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome einer Depression sind

  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Minderwertigkeit
  • negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Suizidgedanken oder -handlungen
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust

Bei einer leichten Depression treten laut Definition zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome auf. Für eine mittelschwere Depression müssen zwei Hauptsymptome und drei bis vier Zusatzsymptome auftreten. Für eine schwere Depression werden drei Hauptsymptome und fünf oder mehr Zusatzsymptome diagnostiziert – jeweils für mindestens zwei Wochen. Quelle: Diagnosehandbuch ICD-10

Einen Test, ob Sie Burnout gefährdet sind, finden Sie hier: Burnout-Test.

Frauen sind häufiger betroffen

Laut Statistik leiden Frauen fast doppelt so häufig an depressiven Symptomen wie Männer. Warum, ist unklar. Manche Forscher sehen bei Frauen eine grössere Bereitschaft als bei Männern, etwas als Symptom zu erkennen, darüber zu reden und Therapien in Anspruch zu nehmen.

Es werden auch Gründe der sozialen Ungleichheit (im Vergleich zu Männern oft weniger Status, Macht und Anerkennung) sowie die Doppelbelastung von Job und Mutter vermutet.

Depression Definition, Symptome, Gründe und Hilfe (4)

Es kann kritisch hinterfragt werden, ob Frauen tatsächlich häufiger an einer Depression erkranken. Oder ob das weibliche Geschlecht sensibler für die eigene Wahrnehmung und damit verbundene Probleme ist und offener darüber spricht. Und es somit zu einer Verzerrung der Statistik kommt.

Anzeichen einer Depression im Detail

Stimmung: Bei einer Depression herrscht ein Gefühl vonFreudlosigkeit, tiefer Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeitvor. Es können keine Gefühle merh empfunden werden, man muss immer weinen oderkann nicht mehr weinen, fühlt innere Leere oder Entschlussunfähigkeit. Diedepressive Stimmung ist oftmals am Morgen am ausgeprägtesten (Morgentief) undwird oft als sehr quälend erlebt.

Antrieb: Antrieblosigkeit bedeutet, den Alltag nur mit Mühebewältigen zu können. Betroffene klagen über den Verlust einer innerenantreibenden Kraft, verminderte Energie und eingeschränkte Arbeitsfähigkeit.

Interesse: Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, verlierenFreude und Interesse an beinahe allen Dingen des Lebens.

Selbstvertrauen / Selbstwert: Der depressive Mensch fühlt sich wertlos und ist davon überzeugt, dass andere Hilfe nötiger hätten. Oder dass sein „Jammern“ die Umgebung langweile.

Konzentration, Wahrnehmung,Merkfähigkeit: Betroffene haben einebeschränkte Wahrnehmung auf negative Inhalte und/oder neigen dazu, Dingenegativ zu bewerten. Zudem ist zu beobachten, dass Störungen bei derMerkfähigkeit und dem Gedächtnis auftreten. Ein Grund kann sein, dassschlichtweg die Lust fehlt, sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Ein HäufigerSatz lautet: „Ich schaffe das alles nicht mehr, ich kann nicht einmal mehr dieeinfachsten Sachen erledigen!“

(Video) Depressionen - alles, was Du wissen musst #endthestigma | psychologeek

Angst und Schuld: Diese Gefühle sind bei einer Depression häufig zu beobachten. Dabei ist eine Unterscheidung zwischen einer Depression und Angststörung schwierig zu treffen. Es können auch Wahnideen entstehen: Der Depressive glaubt so zum Beispiel, er habe versagt oder sei an allem schuld. Er fühlt sich selbst schuld an seinem Zustand. Andere bezeichnen bestimmte Ereignisse in ihrem Lebe als Ursache ihrer Depression. Dabei kommen häufig Ereignisse vor, bei denen sich depressive Menschen selbst entwerten oder verurteilen. Dies wiederum führt zu einer Verschlechterung der depressiven Symptomatik.

Negatives Denken: Bei Betroffenen drängen sich immer wiederkehrende negative Gedanken auf. Zum Beispiel: „Ich bin eine Zumutung für meine Familie.“ oder „Ich habe keine Zukunft.“ usw. Dabei wird die eigene, einseitige Wahrnehmung und Bewertung der Dinge zur Realität. Man sieht vieles Schwarz, oft schwärzer als die Wirklichkeit ist. Gedanken oder Absichten betreffend eine Selbsttötung / Suizid treten auf.

Bewegung / Haltung: Die Bewegungen und Haltung sind gehemmt oder verlangsamt.Häufig fehlt die Mimik, die Gestik wirkt lustlos, schmerzbetont. AndereDepressive hingegen leiden unter einer stark quälenden inneren Angetriebenheitmit einem oft ziellosen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang.

Körperliches Befinden: Depressive neigen zu einer gesteigerten Selbstbeobachtung. Dadurch kann es zu übertriebenen Befürchtungen kommen, körperlich krank zu sein. Dies kann zu einer weiteren Isolation beitragen. Stehen körperliche Symptome im Vordergrund, sprechen Experten von einer sogenannten maskierten Depression („Wenn die Seele schweigt, schreit der Körper“). Zu den Symptomen gehören dabei Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, sexuelle Lustlosigkeit, Verdauungsstörungen, Druck auf der Brust, Kopfschmerzen oder Schwindel. Anzeichen von Stress

Beziehungen: Menschen mit einer Beziehung ziehen sich zurück. Es fehltihnen an Freude, Kontakte zu pflegen. Die Partnerbeziehung ist durch anhaltendegedrückte Stimmung, Angst, Schuld, Desinteresse als auch an sexuellerLustlosigkeit belastet.

Burnout und Depression durch Beschleunigung

Gerade Menschen, die an einem Burnout leiden – oft wird dies als eine durch die Arbeitswelt ausgelöste Variante einer depressiven Störung gesehen – erreichen streng genommen nur selten die Schwelle für eine Diagnose der Depression.

Doch depressive Erkrankungen treten bei schlechten Arbeitsklima, hoher Arbeitsbelastung und schlechter Führungskultur gehäuft auf. Dabei ist es nicht einfach die Arbeit, die uns krank macht, sondern das Prinzip der Steigerung und Beschleunigung, das unsere Gesellschaft heute auszeichnet und immer häufiger zu Stress führt.

Psychische Probleme als Folge unserer Gesellschaft

Ist die Diagnose Depression in vielen Fällen also eine individuelle Antwort auf ein kollektives Problem? Die Krankheit vielleicht gar so etwas wie die gesellschaftliche akzeptierte Form unserer Müdigkeit? Bedenkt man, dass Depression von den Betroffenen oft als kompletter Stillstand erlebt wird, ist dieser Gedanke vielleicht gar nicht so abwegig.

Depression Definition, Symptome, Gründe und Hilfe (7)

Ausreichende Ressourcen im Sinne von sozialer Unterstützung oder Kontrollüberzeugung sind wichtige Voraussetzungen für das psychische Wohlbefinden. Im Jahr 2017 waren 6% der Schweizer Bevölkerung wegen psychischen Problemen in Behandlung.

Depression im Alter

Das Erkennen einer Depression imAlter ist oft schwierig. Häufig werden die Zeichen einer Depressionfälschlicherweise als Folge des natürlichen Alterungsprozesses gesehen. Desweiteren gibt es ausgeprägte Schwankungen im Beschwerdebild. Verschiedene Symptomeeiner Depression können auch bei Alzheimer, Parkinson oder Arterienverkalkungder Hirngefässe auftreten – alterstypische Hirnerkrankungen.

Ältere Menschen leiden zudem oft unter mehreren Krankheiten gle ndeichzeitig. Die Folge: Sie müssen viele Medikamente einnehmen. Diese beiden Umstände können die Entstehung einer Depression begünstigen.

Zudem sind alte Menschen öfter belastenden Lebensereignissen ausgesetzt. Der Tod eines nahestehenden Menschen oder eine körperliche Erkrankung. Diese Verlusterlebnisse zählen zu Auslösern einer depressiven Episode im Alter. Als Risikofaktoren für Depression im Alter zählen wiederholte Depressionen in der Vergangenheit, eine depressive Persönlichkeitsstruktur, soziale Isolierung und Einsamkeit, mangelnder sozialer Rückhalt und Konflikte mit Angehörigen und Freunden.

Erschöpfungsdepression

Das Burnout-Syndrom, welches sich durch Eigenschaften wieerschöpft, verbittert, ausgebrannt kennzeichnet, hatte wahrscheinlich einenVorgänger: die Erschöpfungsdepression. Diese mag nicht völlig identisch mit demBurnout sein, aber in vielem vergleichbar. Insbesondere was das Beschwerdebild,Ursachen und Folgen anbelangt. Allgemein ist es die Reaktion auf psychosozialenStress. Also eine Belastung ohne Aussicht auf Entlastung, was Menschen in stressigenSituationen prägt. Hält der Stress an, zermürbt er dauerhaft.

Die Ursachen und Hintergründe einer Erschöpfungsdepression sindvielfältig. Betrachtet man die Geschlechterunterschiede, können folgende Gründeimmer wieder gefunden werden (selbstverständlich sind diese nicht exklusiv undkönnen auch das andere Geschlecht treffen).

Bei Männern überwiegen berufliche Konflikte:

  • Übergangen werden bei Beförderungen
  • Angst vor Versagen, Existenz- undKonkurrenzkämpfe
  • Zeitnot
  • ständige Stress-Situationen, ein gehetztesArbeitsmilieu
  • Treffen von folgenschweren Entscheidungen
  • aber auch eine Beförderung kann eine entsprechendeÜberforderungen nach sich ziehen
  • Partner- und Familienprobleme

Bei Frauen sind häufig zwischenmenschliche Konflikte zu beobachten:

  • Familienprobleme
  • sexuelle Konflikte
  • Überforderung aus der Doppelbelastung durchHaushalt und Halb- oder Ganztagsarbeit (vor allem wenn sie als unbefriedigendoder erzwungen empfunden wird)
  • finanzielle Sorgen
  • mangelnde Aussprachemöglichkeit, Vereinsamungund Entwurzelung

Manisch-Depressive Krankheit

Eine besondere Form depressiverErkrankung ist die manische Depression. Sie ist geprägt von stark wechselndenGemütsverfassungen. Sie beeinträchtigt den Lebensrhythmus eines Menschen alsauch seiner Angehörigen und Freunde beträchtlich. Nicht selten sind körperlicheSchäden und Einbussen im familiären und beruflichen Alltag die Folge.

Zeichen einer Manie

Typische Symptome und Zeichen einermanischen Depression sind:

  • Eine gehobene, euphorische, gereizt/aggressive Stimmung
  • Ein deutlich gesteigerter Antrieb und Drang zu Aktivitäten
  • Ein gesteigertes Selbstwertgefühl welche bis hin zu Selbstüberschätzung, Allmachtsphantasien oder Grössenwahn reichen können
  • Gesprächigkeit, Rededrang, bis hin zu nicht mehr mit dem Reden aufhören können
  • Leichte Ablenkbarkeit mit Konzentrationsstörungen (zu viele Gedanken im Kopf)
  • Enthemmtes Verhalten (z.B. sexuell), distanzlos, leichtsinnig, unüberlegte Handlungen (z.B. verschwenderisches geldausgeben)
  • Intensivierte Wahrnehmungen: gesteigertes Hören, Sehen, Fühlen, Riechen
  • Deutlich reduziertes Schlafbedürfnis
  • Beeinträchtigte Krankheitseinsicht: Betroffene fühlen sich gesund und lehnen eine Behandlung oft ab

Wie begegne ich einen depressivenMenschen

Menschen, welche unter einerdepressiven Erkrankung leiden, fühlen sich häufig völlig alleine und isoliert.Das Umfeld der Betroffenen sollte daher bei der Behandlung miteinbezogenwerden. Familienangehörige und enge Freunde können den Betroffenenunterstützen. Jedoch sollten sie darauf achten, ihn oder sie nicht zuüberfordern. Das kurzfristige Ziel ist, dass Depressive ihren Alltag wiederbewältigen können. Um so mittelfristig durch diesen gebesserten Zustand neuePerspektiven sehen.

(Video) Was ist eine Depression?

  • Depression ist eine Krankheit und keine Frage des Willens: Depressionen können behandelt werden und sind heilbar. Jedoch helfen Druck und Apelle nicht weiter. Aussagen wie „Reiss Dich zusammen“, „Denke positiv“, „Lass Dich nicht gehen“ oder gar Vorwürfe helfen nicht, sie schaden sogar. Der Krankheit muss die Schuld geben werden, nicht dem Betroffenen. Scheinbar gut gemeinte Ratschläge, Moralpredigten oder Aufmunterungsversuche drängen den Depressiven nur immer mehr in die gefühlte Auswegslosigkeit hinein!
  • Zuwendung, Unterstützung, Geduld: Dem Betroffenen ist am betsen geholfen, wenn Sie zeigen, dass Sie helfen wollen, Geduld zum Zuhören haben. Seien sie verständnisvoll und aufmerksam. Jedoch soll Mitleid und zu langes Anhören von Klagen vermieden werden (es besteht ein Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid!). Ablenkungsversuche können die Situation verschlimmern: Der depressive Mensch fühlt sich nicht ernst genommen und ist enttäuscht.
  • Entscheidungen vermeiden oder treffen: Depressive können in der Regel nicht gut entscheiden, bzw. es fällt ihnen schwer. Oft sehen sie Situationen verzerrt und sind zu sachlichen Entschlüssen nicht fähig. Folgenschwere Entscheidungen wie die Kündigung der Arbeit, Trennung in der Partnerschaft, Verkauf des Hauses usw. Sollten vermieden werden. In Bereichen des Alltags, die lebensnotwendig sind, sollten hingegen Entschlüsse gefasst werden: Ernährung, Arztbesuche, Bewegung, Körperpflege usw.
  • Suizidgedanken ernst nehmen: Gedanken zur Selbsttötung gehören oft mit zu einer Depression. Offenes Ansprechen löst i.d.R. keinen Suizid aus, vielmehr kann es den Betroffenen entlasten. Jedoch ist unbedingt fachliche Hilfe zu holen! Je konkreter die Vorstellung und/oder Vorbereitungshandlungen in Erscheinung treten und je stärker der Rückzug, die Isolation und Zeichen zunehmender Verzweiflung und Ausweglosigkeit sind, desto grösser ist das Risiko einer Selbsttötung.
  • Eigene körperliche und psychische Grenzen beachten: Ein langer Atem ist gefragt, nicht ein übereifriger Einsatz. Teilen Sie sich Ihre Kräfte ein und achten Sie auf Ihre Ressourcen. Soziale Kontakte aufrecht halten, Zeit zum auftanken nehmen, eigene Überforderung erkennen und fremde Hilfe annehmen. Selbsthilfegruppen, der Hausarzt oder Psychotherapeuten können helfen.

Ein Interview von Stefan Geisse zum Thema Stress in der Komplentärmedizin.

Hilfe bei Depression

Antidepressiva sind zwar die am häufigsten verschriebene Therapie bei Depressionen. Es gibt aber eine ganze Reihe alternativer Behandlungsmethoden. Bitte beachten Sie, dass dies nur allgemeine Hinweise sind und ergänzend zu professionellen Behandlungen eingesetzt werden, diese können keinen Arztbesuch ersetzen!

Grundsätzlich ist bei depressiven Symptomen die Konsultation eines Arztes angezeigt. Bei leichten Symptomen können Meditation und Yoga mit seinen Körper- und Atemübungen unterstützend helfen, eine Meditations-CD für Einsteiger kann ein guter Start sein. Aber auch Stress-Auszeiten können helfen, wieder zur Ruhe zu kommen und seine Lebenssituation zu überdenken.

Achtsamkeit bei Depression

Gerade das Thema Achtsamkeit kann unterstützend helfen, aus negativen Gedankenspiralen auszutreten. Und gleichzeitig zu üben, besser die eigene Wahrnehmung zu schulen und körperliche, mentale als auch emotionale Signale bewusst wahrzunehmen. Auch der Umgang mit tief sitzenden Prägungen, Konditionierungen als auch festgefahrenen Mustern und Glaubenssätzen (z.B. „ich bin es nicht wert“, „ich kann es nicht“ usw.) kann durch die Achtsamkeit geschult werden.

Es gibt in allen grösseren Städten Kurse, in denen Achtsamkeit gelehrt wird (u.a. MBSR, Mindfulness Stress Reduction nach Jon Kabat-Zin). Aber auch Online-Kurse, die den Einstieg in die Achtsamkeit ermöglichen.

Was kann ich bei Depression für michtun?

Es ist sicherlich schwierig, beiVerzweiflung und Antriebsarmut etwas für sich tun zu können. Dennoch gibt eseinige Möglichkeiten, sich gewisse Leitplanken im Umgang mit der Krankheit zusetzen. Bitte gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt.

  • Strukturieren sich Ihren Tagesablauf: Planen Sie sich Ihren Tag im voraus durch und erstellen Sie einen klaren Stundenplan. Vertraute Alltagsaktivitäten wie Aufstehen, Körperhygiene, Spaziergang, Einkaufen, Zeitung lesen, Haushalt usw. werden bewusst festgehalten und zeitlich möglichst genau fixiert.
  • Ziele setzen: Die mit dem Tagesablauf verbundenen Ziele sollen überschaubar, konkret, angenehm und zu bewältigen sein. Selbst noch so kleine Fortschritte bei der Bewältigung des Tagesablaufs helfen, auch in einer depressiven Phase Erfolgserlebnisse zu verspüren. Das tägliche Duschen kann in einer Depression eine Herausforderung sein. Gefühle der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins nehmen ab.
  • Keine wichtigen Entscheidungen treffen: Versuchen Sie, wenn möglich, keine wichtigen Entscheidungen zu treffen, welche Ihre Partnerschaft oder berufliche Karriere betreffen.
  • Geben Sie sich Zeit: Die Leistungsfähigkeit während einer Depression ist eingeschränkt. Dies führt zu Rückschritten in verschiedenen Bereichen wie Beruf, Freizeitaktivitäten oder auch Partnerschaft. Dies gehört zum Krankheitsverlauf dazu und ist kein persönliches Versagen. Das Auftauchen aus der Depression erfolgt schrittweise.
  • Körperliche Betätigung: Dies ist im Verlauf einer Depression extrem wichtig (s. auch Tagesablauf). Auch noch so kleine körperliche Aktivitäten (wie wir sie in einem gesunden Zustand tagtäglich unbemerkt ausführen), sind für das Wohlbefinden enorm wichtig. Sie helfen, Druck abzubauen und auch trüben Gedanken entgegenzuwirken. Wichtig: Passen Sie die Aktivitäten Ihrem aktuellen Zustand und Kräften an!
  • Gesunde Ernährung: In einer depressiven Phase kann es an Appetit mangeln und auch keine Lust auf Nahrungsmittel verspürt werden. Grundsätzlich sollten Sie eine regelmässige, gesunde und Ausgewogene Ernährung achten, versuchen Sie sich dazu zu motivieren. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der ayurvedischen Ernährungslehre gemacht, welche explizit gewisse Nahrungsmittel und deren Zubereitung empfiehlt. Ayurveda bei Stress und Burnout
  • Verzichten Sie auf Alkohol: Versuchen Sie, auf Alkohol zu verzichten. Zum einem wegen der Wechselwirkung mit Medikamenten, welche die Psyche beeinflussen. Zum anderen, weil sich die depressive Stimmungslage nach einer anfänglichen Erleichterung nach Alkoholkonsum eher verstärkt (“Kater“). Trinken vernebelt den Blick auf wirksame Hilfen. Machen Sie sich bewusst: Sorgen, Trauer usw. können nicht ertränkt werden.
  • Informieren Sie enge Freunde: Versuchen Sie – auch wenn es Ihnen schwerfallen mag – das für Sie wichtige Umfeld über Ihre Erkrankung zu informieren. Beziehen Sie Angehörige, Freunde und ggf. Nachbarn in Ihre Tagesplanung mit ein. Versuchen Sie, sich durch Ihr Umfeld ein Klima zu schaffen, das sie davon abhält, sich zurückzuziehen.

Weitere unterstützende Massnahmen bei einer Depressiven Phase können sein:

Lichttherapie

Wer an einer Winterdepression leidet, kennt das Verfahren vielleicht. Man setzt sich täglich für je 30 bis 40 Minuten ganz nahe vor eine sehr helle Lichtquelle (bis zu 10.000 Lux). Die Lichtrezeptoren in der Netzhaut und des Sehnervs sorgen dafür, dass der Körper vermehrt Serotonin produziert. Das „Wohlfühlhormon“ stimmt positiv und macht ausgeglichener.

Bewegung und Sport

Sport kann präventiv gegen Depressionen wirken, jedoch fehlt der Beleg, dass es bei einer akuten Depression hilft. Bewegung lenkt von Grübeleien ab, und wer sich längere Zeit sportlich betätigt, aktiviert sogenannte Glückshormone. Depressiven Menschen fällt es jedoch oft schwer, sich aufzuraffen, ein Bewegungstherapeut oder Trainer kann unterstützend motivieren.

(Video) Depression - Das Wichtigste über Symptome, Therapie, Ursachen und Prävention der Krankheit

Johanniskraut

Antidepressiva sind meist synthetische Medikamente, mit zum Teil massiven Nebenwirkungen. Bei leichten bis mittleren Depressionen kann Johanniskraut eine Alternative sein. Studien belegen, dass Extrakte des Heilkrauts ebenso wie synthetische Mittel gegen eine Depression helfen können. Die Einnahme muss unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden, Nebenwirkungen des Johanneskraut können erhöhte Fotosensitivität sein, die Haut rötet schnell und kann mit Blasen oder Ekzemen reagieren.

Meditation und Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie

Diese Methode ist auch als Mindfulness Based Cognitive Therapie (MCBT) bekannt, welche sich aus der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) heraus entwicklet hat. Meditation als Teil der Therapie hilft dabei, in sich hineinzuhorchen: Welche negativen Gedanken und Gefühle keimen auf? Wie gewinne ich eine gewisse Distanz dazu? Wie schaffe ich es, mich nicht vom Abwärtsstrudel erfassen und davon lähmen zu lassen? Mehrere Studien haben gezeigt: Ein solches Training konnte die Rückfallquote halbieren. Es gibt die Möglichkeit, Achtsamkeit und Meditation in Seminaren zu lernen, so z.B. bei einer Auszeit im Kloster. Bei leichten Depressionen oder Burnout hilft auch Yoga unterstützend um wieder zur Ruhe und inneren Kraft zu finden. Online-Seminar zur Achtsamkeit

Klassische Psychotherapien

Es gibt weitere Therapieformen, die bei leichten bis mittelschweren Beschwerden eingesetzt werden, so z.B. die psychoanalytisch orientierte Therapie, die kognitive Verhaltenstherapie und die interpersonelle Therapie. Wem was hilft, kommt auf den Einzelfall an: Den einen hilft es, ihr Verhalten zu ändern, etwa sich nicht mehr zu verkriechen und wieder soziale Kontakte aufzubauen. Den anderen, zwischenmenschliche Konflikte mit dem Partner oder in der Familie unter die Lupe zu nehmen.

(Video) Was ist Depression wirklich? | SWR Wissen

Weitere hilfreiche Informationen zu depressiven Verstimmungen finden sich hierzu unter https://www.promentesana.ch/de/startseite.html oder auch bei Selbsthilfegruppen wie https://aktionsbuendnis.ch/ oder https://depressionen.ch/ und https://du-bist-wichtig.com/ die zurzeit größte Datenbank an Kliniken, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Betroffene.

Quellen: Dieser Artikel basiert unter anderem auf Inhalten vom Beobachter Extra vom 27. Oktober 2017: Mein Weg aus der Depression und dem Ratgeber „Besser informiert über Depressionen, manisch-depressives Kranksein“ von mepha

FAQs

What is the best definition of depression? ›

Depression is a mood disorder that causes a persistent feeling of sadness and loss of interest. Also called major depressive disorder or clinical depression, it affects how you feel, think and behave and can lead to a variety of emotional and physical problems.

Which is not a symptom of depression? ›

During a depressed period, you may feel sadness, hopelessness, and loss of interest in activities. But then it will switch to a period of mania, when you feel euphoric, energetic, or irritable. Those are not symptoms of clinical depression.

What are the 3 primary types of depression? ›

Types of major depression include melancholia, psychotic and antenatal or postnatal. You may be diagnosed with mild, moderate or severe depression.

What is the full meaning of depressed? ›

depression noun (UNHAPPINESS)

a mental illness in which a person is very unhappy and anxious (= worried and nervous) for long periods and cannot have a normal life during these periods: Tiredness, loss of appetite, and sleeping problems are all classic symptoms of depression.

What are the main points of depression? ›

Depression is a serious medical condition that is associated with symptoms such as melancholy, loss of pleasure, loss of energy, difficulty in concentrating, and suicidal thoughts. Depression is both a brain disorder and a state of mind.

What are the two core symptoms of depression? ›

Depressed mood” and “loss of interest or pleasure in nearly all activities” are core features of a major depressive episode, though a strong case can be made to pay increasing attention to symptoms of fatigue, sleep disturbance, anxiety, and neurocognitive and sexual dysfunction in the diagnosis and evaluation of ...

What is the most harmful symptom of depression? ›

Suicidal Thoughts: An Emergency

For people who are severely depressed, suicide is a real threat. Each year, about 46,000 people in the U.S. take their own lives, although the true number may be higher.

Which type of depression is the most common? ›

Major depressive disorder and persistent depressive disorder are two of the most common types of depression that people experience, however, there are many types of depression. What most mood disorders have in common are major depressive episodes.

What are 2 methods of treating depression? ›

Medications and psychotherapy are effective for most people with depression. Your primary care doctor or psychiatrist can prescribe medications to relieve symptoms. However, many people with depression also benefit from seeing a psychiatrist, psychologist or other mental health professional.

Why is depression hard to define? ›

Like other forms of mental illness, depression is difficult for people to understand because many of the symptoms are behavioral rather than physical. But remember that the way you feel and the things going on in your mind are no less real.

What is a stronger word for depressed? ›

1 saddened, morose, despondent, miserable; blue; morbid.

What are two of the biggest reasons for the depression? ›

What were the major causes of the Great Depression? Among the suggested causes of the Great Depression are: the stock market crash of 1929; the collapse of world trade due to the Smoot-Hawley Tariff; government policies; bank failures and panics; and the collapse of the money supply.

What happens to the brain during depression? ›

According to an fMRI study, decreased brain activity in the hippocampus was reported82 in depressive patients. Reduced gray matter volume and reduced functional activity in the hippocampus would lead to negative emotion and the inability of cognitive processing in depressive patients.

What are 3 things that cause depression? ›

Sleep, diet and exercise

A poor diet and lack of sleep and exercise can affect your mood, and make it harder for you to cope with difficult things going on in your life. Although a poor diet, or not getting enough sleep or exercise, cannot directly cause depression, they can make you more vulnerable to developing it.

What is the second stage of depression called? ›

Stage 2: Establishment

This is the stage where depression starts to settle in and become the norm. Sadness, apathy, and general lack of interest may start to become the norm. You might start to feel less interest in things that you used to take great pleasure in.

What part of the body controls depression? ›

The main subcortical limbic brain regions implicated in depression are the amygdala, hippocampus, and the dorsomedial thalamus. Both structural and functional abnormalities in these areas have been found in depression.

Can depression make you think weird thoughts? ›

Some people who have severe clinical depression will also experience hallucinations and delusional thinking, the symptoms of psychosis.

Can depression make your body feel weird? ›

Physical symptoms are common in depression, and, in fact, vague aches and pain are often the presenting symptoms of depression. These symptoms include chronic joint pain, limb pain, back pain, gastrointestinal problems, tiredness, sleep disturbances, psychomotor activity changes, and appetite changes.

Can depression make you think weird? ›

People who suffer from depression often get stuck with a single or even several of intrusive thoughts that arise frequently. These types of repetitive intrusive thoughts are known as 'rumination'. People who easily get upset and brood over a problem again and again in their daily life are called ruminators.

At what age is depression most commonly diagnosed? ›

At What Age Is Depression Most Common? According to CDC data from 2019, 21% of adults experiencing any depressive symptoms in the most recent two weeks were between 18 and 29 years old. This incidence is the largest among all adult age groups.

Is depression curable or just treatable? ›

There's no cure for depression, but there are lots of effective treatments. People can recover from depression and live long and healthy lives.

What happens in the stage of depression? ›

Symptoms of depression

low mood. reduction in or loss of pleasure in activities. significant changes in weight or appetite. excessive sleep (hypersomnia) or lack of sleep (insomnia)

What is the best way to treat people with depression? ›

Creating a regular routine may help a person with depression feel more in control. Offer to make a schedule for meals, medication, physical activity and sleep, and help organize household chores. Locate helpful organizations. A number of organizations offer support groups, counseling and other resources for depression.

What are three ways to prevent depression? ›

Get enough sleep, eat well, and exercise regularly. Reach out to family and friends when times get hard. Get regular medical checkups, and see your provider if you don't feel right. Get help if you think you're depressed.

Is there a scientific explanation for depression? ›

Research suggests that depression doesn't spring from simply having too much or too little of certain brain chemicals. Rather, there are many possible causes of depression, including faulty mood regulation by the brain, genetic vulnerability, and stressful life events.

What is the best measure of depression? ›

The Beck Depression Inventory (BDI) is widely used to screen for depression and to measure behavioral manifestations and severity of depression. The BDI can be used for ages 13 to 80. The inventory contains 21 self-report items which individuals complete using multiple choice response formats.

What happens in the brain during depression? ›

According to an fMRI study, decreased brain activity in the hippocampus was reported82 in depressive patients. Reduced gray matter volume and reduced functional activity in the hippocampus would lead to negative emotion and the inability of cognitive processing in depressive patients.

What is the psychological root of depression? ›

Studies on psychological factors—key points: There are many affective risk factors linked to depression. Determinants of depression include negative self-concept, sensitivity to rejection, neuroticism, rumination, negative emotionality, and others.

Can a blood test tell if you have depression? ›

Researchers found that levels of a nerve growth factor were lower in people with depression or bipolar disorder than in healthy controls. Doctors could potentially use levels of the growth factor to monitor the effects of antidepressant treatment.

What is one of the two main criteria for depression? ›

The DSM-5 outlines the following criterion to make a diagnosis of depression. The individual must be experiencing five or more symptoms during the same 2-week period and at least one of the symptoms should be either (1) depressed mood or (2) loss of interest or pleasure.

What is the most commonly diagnosed form of depression? ›

Major depressive disorder and persistent depressive disorder are two of the most common types of depression that people experience, however, there are many types of depression. What most mood disorders have in common are major depressive episodes. This is also true of bipolar disorder, another type of mood disorder.

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1. Chronische Depressionen | Asklepios
(AsklepiosKliniken)
2. Ein Experte erklärt, wann man von schwerer Depression spricht
(Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten)
3. What is depression? - Helen M. Farrell
(TED-Ed)
4. Depression vs. negative Symptome der Schizophrenie – wie man den Unterschied erkennt
(Dr. Tracey Marks)
5. Was Ihre Depressionsdiagnose wirklich bedeutet (es ist nicht das, was Sie denken): Depressions # 9
(Therapy in a Nutshell)
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Author: Patricia Veum II

Last Updated: 12/21/2022

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